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Zimmerpflanzen & Aquarium: Wasserqualität beachten

Deshalb muss Giesswasser für bestimmte Pflanzen enthärtet werden

Für das Giessen von Zimmerpflanzen gibt es zwar kein festes Schema. Aber grundsätzlich vertragen Gummibaum, Gardenie und Geweihfarn abgestandenes, kalkarmes und zimmerwarmes Wasser am besten.

Text: Helen Weiss

Hier ein Schlückchen, da ein Schlückchen: Zimmerpflanzen sind auf regelmässige Wassergaben angewiesen. Im Topf ist der Wasservorrat schnell aufgebraucht, weshalb je nach Art der wöchentliche Griff zur Giesskanne notwendig ist. Zwar verfügen wir in der Schweiz über durchaus
gutes Trinkwasser. Das Wasser aus dem Hahn ist jedoch nicht für alle Zimmerpflanzen bekömmlich. Zimmer-Azaleen, Farne, Bromelien, Orchideen, Gardenien und Wachsblumen vertragen kein kalkhaltiges Wasser und mögens lieber sauer. Wer das Leitungswasser deshalb entkalken möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Torftabletten sind im Fachhandel erhältlich und können einfach in die Spritzkanne gegeben werden. Sie sind zwar eigentlich für die Jungpflanzen-Anzucht gedacht, eignen sich jedoch auch bestens zum Entkalken von Wasser. Der gepresste Torf ist von einem feinen Netzgeflecht umgeben und quillt im Wasser auf.

Regenwasser sammeln
Daneben liefern Wasserfilter mit erneuerbaren Ionenaustauschern, die man auch für die Entkalkung von Kaffee- oder Teewasser verwendet, bestes Giesswasser für kalkempfindliche Zimmerpflanzen. Destilliertes Wasser aus dem Grosshandel ist zwar kalkfrei, aber etwas kostspielig, wenn man mehrere Zimmerpflanzen damit giessen will. Regenwasser hingegen ist gratis und kann am Haus oder im Garten in einem Kessel gesammelt werden. Zum Giessen der Pflanzen ist es ideal, sollte aber immer zimmerwarm verwendet werden.

Weiches Wasser für sensible Fische

Wasserenthärtung: So wird das Wasser fürs Aquarium weich

Unser Trinkwasser aus der Leitung wird seinem guten Ruf meistens gerecht. Für Fische und andere Wassertiere eignet es sich ohne Aufbereitung jedoch nicht immer.

Text: Helen Weiss

Ein Aquarium ist ein kleines Biotop: Damit sich die kleine Unterwasserwelt optimal entwickelt, muss das Wasser an die künftigen Bewohner angepasst werden. Meist reicht eine einfache Anfrage beim örtlichen Wasserversorger und schon hat man eine Analyse des Leitungswassers. Durch die Zugabe eines Wasseraufbereiters entfernt man unerwünschte Stoffe wie Chlor, Nitrat, Phosphate und Schwermetalle aus dem Leitungswasser. Gleichzeitig wird das Wasser enthärtet und der PH-Wert verringert, so dass es den natürlichen Lebensbedingungen exotischer Fische entspricht.

Richtig giessen und clever sparen

Hitze im Sommer führt bei Pflanzen schnell zu Flüssigkeitsmangel und lässt sie vertrocknen. Wässern ist deshalb absolute Pflicht – dabei sollte man aber auch ans Portemonnaie denken.

Tipps und Tricks fürs Wassersparen im Garten

Text: Helen Weiss

Wasser marsch und los: Pflanzen giessen ist eigentlich keine Hexerei. Mit wenigen kleinen Tricks kann im Garten jedoch viel Wasser gespart werden – das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Wichtig ist grundsätzlich, dass das Wasser direkt an die Wurzeln gelangt. Sprinkleranlagen sind deshalb im Hausgarten nicht sonderlich effizient: Das meiste Wasser wird verschwendet, da es auf die Pflanzen regnet und bereits dort verdunstet.

Wurzelwachstum anregen
Wässert man häufig, aber nur wenig, schadet das Rhododendron, Rotkohl und Rasen meist mehr als es nützt. Das kommt daher, dass das Wasser nur oberflächlich in den Boden eindringt und das Wurzelwachstum schwach bleibt. Angeregt wird das Tiefenwachstum der Wurzeln hingegen durch selteneres, dafür aber stärkeres Giessen. Gleichzeitig lässt sich dadurch weniger Wasser wirkungsvoller einsetzen.

Nützliches Mulchen
Hilfreich beim Wasser sparen sind auch automatische Bewässerungssysteme mit Sensoren, die sich sehr fein auf den entsprechenden Wasserbedarf der Pflanzen einstellen lassen. Es lohnt sich zudem, ein Fass aufzustellen, welches das Regenwasser vom Dach auffängt. Dadurch hat man eine wohltemperierte Feuchtigkeitsquelle und erst noch kostenloses weiches Wasser, das keine Kalkflecken auf dem Laub hinterlässt.

Brachen abdecken
Um den Wasserbedarf in Grenzen zu halten, ist es wichtig, dass die brach liegenden Erdoberflächen im Gemüse- oder Blumenbeet immer abgedeckt sind. Dies hat den Vorteil, dass der Boden kühl bleibt und somit weniger Wasser verdunstet. Die Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Kompostmaterial schützt zudem die oberste Bodenschicht vor zu starker Austrocknung.

Schluckspechte ade
Eine durchdachte Auswahl der Pflanzen hilft, den Wasserbedarf im Garten deutlich zu reduzieren. Abgestimmt auf Standort und Bodenbeschaffenheit trägt die Auswahl einheimischer Pflanzen nicht nur dazu bei, die Biodiversität zu fördern. Wildpflanzen sind auch bestens auf die hiesigen Verhältnisse angepasst: Zu den punkto Wasser anspruchslosen und optisch ansprechenden Pflanzen zählen etwa die Königskerze, die Stockrose oder die Schwertlilie. Ein weiterer Vorteil der bewussten Auswahl liegt darin, dass die Pflanzen auch während längerer Ferien ohne eine aufwändige Bewässerung auskommen sowie besonders trockene Perioden mühelos ohne Schäden überstehen.

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